UNSERE GESCHICHTE

Über uns > Der Stadtteil / Wie wir arbeiten / Kirche trifft Stadtteil / Unsere Geschichte

Wie alles Begann – Stadtteilanalyse

Nachdem das Diakonische Werk der Ev. Kirche von Westfalen eine Forschungsarbeit zum Thema „Lebenssituation und Zukunftsperspektiven alter Menschen- Eine Herausforderung an Kirche und Gesellschaft“ veröffentlicht hatte, führte die Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen- Lippe (EFH – heute EvH) unter der Leitung der Dozentin Ursula Zinda erstmals eine Feldforschung in Grumme durch. Die Auswertung ergab einen sehr hohen Anteil älterer Bürger in Grumme.

So entstand 1989 in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bochum die erste Stadtteilarbeit im Rahmen eines Projektes.

Erste Initiative des Projekts war die Gründung des Grummer Treffs, an dem vorwiegend Menschen zwischen 50- 80 Jahren teilnahmen. Später entwickelten sich andere Themengruppen, bis hin zum ersten Stadtteilladen.

Unter der Leitung des Sozialarbeiters Friedhelm Lemm (1991-1995) standen die Wünsche und Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund der Arbeit. In der weiteren Zusammenarbeit mit der EFH entwickelten sich die Stadtteilorientierte Soziale Arbeit, in deren Programmplanung sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv mit einbrachten. So entstanden zum Beispiel eine Gruppe für „pflegende Angehörige“ und der erste Stadtteilladen im angemieteten Ladenlokal an der Ennepestraße 1.


Förderverein Grumme – Leben im Stadtteil e.V.

Anhand weiterer Beobachtungen, wurde ein weiteres Arbeitsfeld sichtbar. Da viele Einkaufsläden im Stadtteil schließen mussten, wurde die Infrastruktur immer schlechter. 1993 wurde der Förderverein Grumme e.V. – Leben im Stadtteil gegründet, der sich die Verbesserung der Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger zum Auftrag machte. Unter anderem wurde so der Bäckereishop eröffnet, der von Ehrenamtlichen und einer Fachkraft im Verkauf geführt wurde. Der Dachverband war der DPWV, heute „Der Paritätische“.

Für weitere Projektentwicklungen und zur Begleitung der Angebote wurde der Sozialarbeiter Ilhan Gün von 1994 – 1997 eingestellt.
Der Verein nahm seine Intentionen sehr ernst und weitete nach der Jahrtausendwende sein Angebot aus, als sich herauskristallisiert hatte, dass viele Jugendliche keinen Anlaufpunkt in Grumme haben. Der Jugendtreff Sit Down öffnete im Jahr 2001 seine Türen erstmalig in der Wichernstraße.

In den ersten zehn Jahren entwickelten sich zwei primäre Trägerstrukturen. Zum einen die Evangelische Johanneskirchengemeinde, deren Ziel es war, sich mit gemeindenaher Sozialer Arbeit den Bedürfnissen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger zu nähern.

Zum anderen gab es den Förderverein Grumme – Leben im Stadtteil e.V., der sich außerhalb der kirchlichen Strukturen engagieren und den Stadtteil mitgestalten wollte.

1998 schlossen sich beide Träger im heute bekannten StadtTeilLaden zusammen. Die Diplom- Sozialarbeiterin Silke Neufeld widmet sich seit 1997 den Aufgaben und Zielen des Vereins und der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum – Bezirk Johannes. Sie entwickelt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern viele neue Projekte.


Leben im Stadtteil e.V.

Die Angebote werden im Laufe der Jahre immer umfangreicher, so dass auch die finanzielle und personelle Verantwortung wächst.
Der Verein entschließt sich, für die Öffentlichkeit präsenter zu werden und sich auch in andere Stadtteile auszuweiten. Er ändert seinen Namen in Leben im Stadtteil e.V.
Ein wichtiger Leitsatz bei diesem Anliegen ist immer, die Bedarfe der Menschen im Blick zu behalten und keine Konkurrenzangebote zu entwickeln.
In engmaschiger Netzwerkarbeit kooperiert der Verein mit vielen anderen Einrichtungen in den umliegenden Bezirken.